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AstraDirekt „Schutzbrief“ | UPDATE | Wie bekommen Sie Ihr Geld zurück?

UPDATE

Sie haben es eilig? Der Beitrag über den AstraDirekt "Schutzbrief" in 5 Punkten kurz zusammengefasst:

  1. Der AstraDirekt Leasing & Service GmbH („AstraDirekt“) wurde von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) verboten, als „Schutzbrief“ bezeichnete illegale Versicherungsgeschäfte zu betreiben. Die Untersagungs- und Abwicklungsanordnung vom 30.09.2015 können Sie hier herunterladen. UPDATE 18.04.2016: Nach Informationen, die uns vorliegen, hat AstraDirekt seinen Widerspruch gegen diesen Bescheid zurückgenommen, der Bescheid gegen AstraDirekt ist somit rechtskräftig.
  2. AstraDirekt wurde von der BaFin mit Bescheid vom 30.9.2015 verpflichtet, jegliche Werbung für das Versicherungsangebot „Schutzbrief“ einzustellen und zu entfernen. Das gilt sowohl für die Werbung im Internet, als auch in „Elternbriefen“ sowie für die Printwerbung.
  3. AstraDirekt wurde von der BaFin mit dem Bescheid vom 30.9.2015 verpflichtet, alle bereits geschlossenen Verträge über „Schutzbriefe“ rückabzuwickeln.
  4. Sie können mit unserem Musterschreiben die für den Schutzbrief zu Unrecht gezahlte Gebühr von AstraDirekt zurückverlangen.
  5. Sollte AstraDirekt die Rückabwicklung der illegalen Versicherungsgeschäfte behindern, informieren Sie uns bitte unter astradirekt-schutzbrief@spiritlegal.com. Gern können Sie auch unter diesem Artikel einen Kommentar hinterlassen.
Auszüge aus AstraDirekt-Werbematerial zum illegalen „Schutzbrief“, Stand: 02/2014
Auszüge aus AstraDirekt-Werbematerial zum illegalen „Schutzbrief“, Stand: 02/2014

Ein verbotenes Versicherungsgeschäft der AstraDirekt Leasing & Service GmbH

Der Schließfachanbieter AstraDirekt Leasing & Service GmbH ("AstraDirekt"), seit kurzem als „AstraDirect Leasing & Service GmbH“ mit „c“ statt „k“ firmierend ("AstraDirect"), informierte seine Kunden kürzlich per E-Mail darüber, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) den bisher von AstraDirekt angebotenen „Schutzbrief“ als rechtswidriges Versicherungsprodukt einstuft. Der Grund hierfür: Der AstraDirekt Leasing & Service GmbH lag die für das Betreiben von Versicherungsgeschäften erforderliche Erlaubnis nicht vor.

Die BaFin führt in ihrer Untersagungs- und Abwicklungsanordnung an AstraDirekt vom 30.09.2015 aus:

"Ich gebe Ihnen auf, jegliche Werbung für Ihr „ Versicherungsangebot", Insbesondere auf Ihrer Internetseite, ab sofort einzustellen und zu ent­fernen sowie künftige Werbung für entsprechende Versicherungsproduk­te zu unterlassen. Gemäߧ 81f Abs. 1 Satz 1 VAG·gebe Ich Ihnen auf, das von Ihnen be· triebene Versicherungsgeschäft abzuwickeln, Indem Sie alle abgeschlos­senen Versicherungsverträge unverzüglich beenden."

Alle Verträge über einen solchen Schutzbrief sind unwirksam und nichtig bzw. müssen von AstraDirekt formell gekündigt werden; die von den Kunden gezahlte Schutzbriefgebühr von circa EUR 25,00 kann deshalb zurückverlangt werden. Dies gilt auch für Altverträge seit der Einführung des „Schutzbrief“-Produktes vor einigen Jahren. 

In unserem Beitrag erläutern wir, weshalb und wie Sie die Rückzahlung der Gebühr verlangen können.

Die AstraDirekt Leasing & Service GmbH und die illegalen "Schutzbriefe"

Wer in der Vergangenheit einen Vertrag über die Anmietung eines Schließfachs bei der AstraDirekt Leasing & Service GmbH abschloss, hatte die Wahl zwischen einer Kautionszahlung oder dem Abschluss eines sogenannten Schutzbriefes. Als Vorteil des Schutzbriefes im Vergleich zur Kaution wurde hervorgehoben, dass der Schutzbrief gegen Zahlung einer einmaligen Gebühr von zum Beispiel 25,00 EUR den Fachinhalt bis zu einem Wert von EUR 500,00 (später: EUR 1.000,00) gegen Einbruchdiebstahl oder Vandalismus schützt. Bargeld sei hiervon ausgenommen, so die von AstraDirekt selbst verfassten „Versicherungsbedingungen“:

Beispiel für die illegalen „Schutzbrief-Versicherungsbedingungen“, Stand 02/2014: 

„Anstelle einer Kautionszahlung kann der Mieter durch eine einmalige Zahlung in Höhe von 25 € durch Schutzbrief den Fachinhalt bis zu einem Wert in Höhe von 500 € gegen Einbruchdiebstahl oder Vandalismus schützen. Ausgenommen hiervon ist Bargeld. Schäden durch Einbruchdiebstahl sind unverzüglich bei der Polizei anzuzeigen. Die Laufzeit des Schutzbriefes richtet sich nach Beginn und Ende des Schließfach-Vertrages.“

Haben Sie sich für den „Schutzbrief“ entschieden oder wurde Ihnen der Schutzbrief sogar aufgedrängt? Dann empfehlen wir Ihnen, dass Sie die gezahlte Gebühr von AstraDirekt direkt zurückzufordern. Das Recht steht dabei auf Ihrer Seite. 

Unerlaubte Versicherungsgeschäfte der AstraDirekt Leasing & Service GmbH

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat festgestellt, dass der von der AstraDirekt Leasing & Service GmbH angebotene Schutzbrief eine Versicherung darstellt und damit ein erlaubnispflichtiges Versicherungsgeschäft im Sinne des deutschen Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) ist. Dass es sich bei derartigen Geschäften nicht um ein Kavaliersdelikt handelt, ist spezialisierten Juristen klar. Derartige Geschäfte sind mitunter sogar strafbar (§ 140 des Versicherungsaufsichtsgesetzes in der bis zum 01.01.2016 geltenden Fassung):

Unbefugte Geschäftstätigkeit
„Wer im Inland ohne Erlaubnis (…) das Versicherungsgeschäft betreibt, wird (…) mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Die BaFin formuliert es in ihrem Bescheid an AstraDirekt vom 30.09.2015 wie folgt:

"Wenn Versicherungsgeschäfte ohne die hierzu nach § 5 Abs. 1 VAG notwendige Erlaubnis betrieben werden, kann die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) gegen die Fortführung dieser Geschäfte nach § 81f Abs. 1 VAG unmittelbar einschreiten. Von dieser Befugnis wird in Ausübung des eingeräumten Ermessens nach Maß­gabe des Tenors dieser Verfügung Gebrauch gemacht.
Auswelslich der mir vorliegenden Verträge und Unterlagen bieten Sie im Rahmen Ihrer Vermietung von Schließfächern in Schulen den Mie­tem auch den Abschluss eines „Schutzbriefes" gegen Zahlung von 25,00 Euro an. Durch den „Schutzbrief' wird nach den Versiche­rungsbedingungen der Schließfachinhalt bis zu einem Wert in Höhe von 500,00 Euro gegen Einbruchdiebstahl oder Vandalismus ge­schützt. Ausgenommen hiervon ist Bargeld. Die Laufzeit des Schutz­briefs richtet sich nach Beginn und Ende des Schließfachvertrags. Mit Schreiben vom 17.12.2014 wies ich Sie darauf hin, dass auf der Grundlage Ihres „Schutzbrief"-Angebots die Annahme gerechtfertigt sei, dass Sie Versicherungsgeschäfte betreiben. Ich bat um nähere Unterrichtung über Ihr Angebot sowie um Mitteilung, ob Sie selbst Verpflichteter In Bezug auf das übernommene Risiko seien."

Wer in Deutschland vorsätzlich Versicherungsgeschäfte betreibt, ohne die erforderliche Zulassung (BaFin-Erlaubnis) zu haben, macht sich also strafbar. Unternehmer, die illegale Versicherungsgeschäfte betreiben, riskieren eine Strafe von bis zu fünf Jahren Gefängnis.

Auch hierauf hat die BaFin den Betreiber der unerlaubten Versicherungsgeschäfte, die AstraDirekt Leasing & Srvice GmbH hingewiesen:

"Mit meinem Schreiben vom 28.08.2015 hatte Ich mitgeteilt, unter welchen Voraussetzungen ich vorläufig von dem Erlass einer förmli­chen Verfügung nach § 81 f VAG absehen und die erbetene Fristver­längerung gewähren könnte. Die von Ihnen erwähnte Leistung einer Sicherheit oder eine geänderte Bezeichnung des von mir als selbstän­diges Versicherungsgeschäft angesehenen Sachverhalts (,,Haftungs­erweiterung" statt „Schutzbrief'') sind nicht geeignet, eine Beendl: gung der unerlaubten Tätigkeit herbeizuführen. Mit der Übertragung des Versicherungsgeschäfts auf ein konzessioniertes Versicherungs­unternehmen könnte Ihre Mandantin die unerlaubte und nach § 140 VAG strafbare Tätigkeit beenden. Ihre Mandantin hat jedoch bisher weder ein Versicherungsunternehmen benannt noch mir den Entwurf eines mit mir abzustimmenden Anschreibens an Ihre Kunden zugeleitet, aus dem sich das Angebot ergibt, statt der Kündigung der mit Ihrer Mandantin geschlossenen Versicherungsvereinbarung einen Versicherungsvertrag mit einem (im Anschreiben zu benennenden)
Versicherungsunternehmen zu schließen."

Zusätzlich kann durch das Betreiben von Versicherungsgeschäften ein strafbares Steuerdelikt der Geschäftsführung des jeweiligen Unternehmens verwirklicht sein, da in der Regel für diese unbefugten Geschäfte keine Versicherungssteuern gezahlt werden, obwohl dies gesetzlich vorgeschrieben ist (§ 34 Abs. 1, 3 und § 35 Abgabenordnung in Verbindung mit §§ 6 Abs. 1, 7 Abs. 1 und 8 Versicherungssteuergesetz).

„Schutzbrief“-Verträge von AstraDirekt sind unwirksam 

Die vermeintlichen „Versicherungsverträge“ über den „AstraDirekt-Schutzbrief“ sind nach Auffassung der BaFin rechtswidrig und damit nach allgemeinem Zivilrecht (§ 134 BGB) unwirksam. Eine Verpflichtung von Kunden zur Zahlung der vereinbarten Versicherungsprämie bestand zu keinem Zeitpunkt. Ein Unternehmen, das illegale Versicherungsgeschäfte betreibt, muss die zu Unrecht erhaltenen Beträge vollständig an seine Kunden zurückzahlen. Wenn Sie einen solchen „Schutzbrief“ in der Vergangenheit von der AstraDirekt Leasing & Service GmbH erworben haben, können Sie demnach die für den Schutzbrief gezahlte Gebühr zurückverlangen.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hatte AstraDirekt bereits 2015 dazu aufgefordert, ihre Kunden wie folgt zu informieren. ImBescheid vom 30.09.2015 an AstraDirekt heißt es:

"Zum Zwecke der Abwicklung weise Ich Sie an, sämtliche Vertragspart­ner, mit denen Sie die hier In Rede stehenden Versicherungsverträge geschlossen haben, mit dem nachfolgenden Text über meinen vorliegen­den Bescheid zu unterrichten und mir das Datum der Versendung der Schreiben mitzuteilen."

AstraDirekt und deren Geschäftsführung sollten ihre Kunden mit folgendem Text informieren:

„Die Bundesanstalt für Finanzdlenstleistungsaufsicht (BaFin) hat uns mit förmlichen Bescheid das Betreiben unerlaubter Versiche­rungsgeschäfte untersagt. Durch die „Schutzbriefe", mit denen wir verschuldensunabhängig für Verluste und Beschädigungen ah den im Schließfach verwahrten Gegenständen einstehen, betrei­ben wir nach der Beurtellung der BaFin erlaubnispflichtlge Versi­cherungsgeschäfte gemäß §§ 5 Abs. 1, 1 Abs. 1 Nr. 1 des Geset­zes über die Beaufsichtigung von Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsgesetz - VAG), ohne über die hierfür er­forderflche Erlaubnis der BaF/n zu verfügen.
Die BaFin hat uns gemäߧ 81f Abs. 1 VAG weiter aufgegeben, das von uns unerlaubt betriebene Versicherungsgeschäft unverzüglich zu beenden. Daher sind wir gehalten, die mit Ihnen ge­schlossene Vereinbarung, nach der wir verschuldensunabhängig für Verluste oder Beschädigungen an den im Schließfach ver­wahrten Gegenständen einstehen, hiermit fristlos zu kündigen. Die zivilrechtlichen Ansprüche der Begünstigten aus den bereits abgeschlossenen Verträgen aufgrund der vorzunehmenden frist­losen Kündigung werden durch das Einschreiten der BaFin gegen das unerlaubte Betreiben des Versicherungsgeschäfts nicht be­rührt."

Die Verpflichtung, die Kunden von AstraDirekt in der vorgegebenen Art und Weise zu informieren, war im Bescheid vom 30.09.2015 auch mit einem Bußgeld bewehrt:

Für den Fall, dass Sie der Weisung zu Ziffer II.2. nicht oder nicht voll­ständig Innerhalb einer Frist von zwei Wochen ab dem Zugang dieser Verfügung nachkommen sollten, drohe ich Ihnen hiermit gemäß § 13 VwVG In Verbindung mit § 17 FlnDAG die Festsetzung eines Zwangsgel­des In Höhe von 50.000,00 Euro (In Worten: fünfzigtausend Euro) an.

AstraDirect hat entgegen der behördlichen Anordnung jedoch in uns bekannten Fällen einen anderen Text für die Information seiner Kunden verwendet. Dieser Text ist jedoch an entscheidenden Stellen so formuliert ist, dass Schüler, Schulen und Eltern ihn missverstehen können:

Sehr geehrte/r [Name entfernt],

bei dem Abschluss des Mietvertrages über Ihr Schließfach hatten Sie sich - statt der einzuzahlenden Kaution - für die gesamte Mietlaufzeit des Schließfachmietvertrages für den optional angebotenen Schutzbrief entschieden. Unsere Schließsysteme sind nicht nur einfach in der Handhabung, sondern auch extrem sicher. Weil wir von der Qualität unserer Schließfächer überzeugt sind, haben wir im Rahmen des Schutzbriefes angeboten, verschuldensunabhängig für den Fachinhalt bei Einbruchsdiebstahl oder Vandalismus zu haften.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beurteilt unseren bisherigen Schutzbrief als erlaubnispflichtiges Versicherungsgeschäft im Sinne des Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) und ist deshalb vor einiger Zeit an uns herangetreten. Wir konnten, obgleich hier unterschiedliche Rechtsauffassungen zu diskutieren sind, in Ihrem Interesse eine zügige und konstruktive Lösung mit der BaFin erarbeiten.

Um Ihnen unseren bisherigen Schutzbrief auch zukünftig wieder anbieten zu können, stimmen wir derzeit mit der BaFin einen Erlaubnisantrag zum Betrieb eines Versicherungsunternehmens ab, das AstraDirect Versicherung AG heißt.


Da ein solches Genehmigungsverfahren allerdings einen gewissen Zeitraum in Anspruch nimmt, möchten wir Ihnen nach bereits erfolgter Abstimmung mit der BaFin anbieten, die aktuelle Schutzbriefvereinbarung zu beenden oder, nach positiver Entscheidung der BaFin über den Erlaubnisantrag, kostenfrei bei der AstraDirect Versicherung AG fortzuführen. Dies ist für Sie mit keinerlei Mehrkosten verbunden. Bis zum Abschluss des Genehmigungsverfahrens unterfallen die bisherigen Schutzbriefe allerdings keiner gesonderten Versicherungsaufsicht durch die BaFin.

Transparenz geht vor. Sie können sich entscheiden:

Bitte melden Sie sich innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt dieses Schreibens bei uns, ob per E-Mail, Brief oder Fax, wenn Sie eine Weiterführung der derzeitigen Schutzbriefvereinbarung durch die AstraDirect Versicherung AG wünschen. Sie können sich auch unter dem nachfolgenden Link

www.astradirect.de/schutzbriefanmeldung<https://www.astradirect.de/index.html [Link verkürzt] >

anmelden. Dort können Sie mit wenigen Klicks der Fortführung zustimmen.

Wenn Sie sich für die Fortführung des Vertragsverhältnisses entschieden haben, wird Ihnen die AstraDirect Versicherung AG im Fall des erfolgreichen Abschlusses des Verfahrens bei der BaFin, unter Beachtung der versicherungsvertraglichen Vorschriften einen Antrag auf Neuabschluss eines entspre¬chenden Versicherungsvertrags mit der AstraDirect Versicherung AG übersenden, den Sie annehmen können. Nur in diesem Fall wird die Schutzbriefvereinbarung fortgeführt, und zwar auf Basis des sodann neu abgeschlossenen Versicherungsvertrags.

Wenn wir innerhalb der Frist von 14 Tagen nichts von Ihnen hören, gehen wir davon aus, dass Sie den Schutzbrief nicht fortsetzen wollen. In diesem Fall endet die Schutzbriefvereinbarung mit unserem Haus mit sofortiger Wirkung, ohne dass es einer gesonderten Erklärung bedarf. Fair geht vor: Ihre zivilrechtlichen Ansprüche werden von Ihrer Entscheidung natürlich unbenommen bleiben.

Mit freundlichen Grüßen, Ihre

AstraDirect Leasing & Service GmbH
Dudenstr. 46, 68167 Mannheim
Tel:        +49 621 124768-26-0
Fax:        +49 621 124768-2629

Registergericht Mannheim ·HRB 7646
Sitz der Gesellschaft: Mannheim
Geschäftsführer: Stefan Laus · Frank Walter

Aus unserer Sicht sind die in dieser E-Mail enthaltenen Informationen teilweise irreführend und verfolgen das Ziel, Kunden davon abzuhalten, ihre berechtigten Ansprüche gegenüber der AstraDirect Leasing & Service GmbH geltend zu machen und durchzusetzen. Dies ist besonders problematisch, weil AstraDirekt bereits einmal von der BaFin in der Untersagungs- und Abwicklungsanordnung vom 30.09.2015 darauf hingewiesen wurde, dass es zu einer vollständigen Abwicklung der "Schutzbriefe" keine Alternative gibt:

"Vor dem Hintergrund der dargestellten Sach-und Rechtslage Ist es zum anderen geboten, Ihnen -unter Ziffer IJ.1. des Tenors dieser Verfügung -die Abwicklung des unerlaubt betriebenen Versiche­rungsgeschäfts förmlich aufzugeben, denn Versicherungsgeschäfte werden so lange betrieben, bis eine vollständige Abwicklung erfolgt ist. Die Anordnung gemäß Ziffer 11.1. des Tenors dieser Verfügung Ist geeignet, das unerlaubte Betreiben des Versicherungsgeschäfts durch die Abwicklung der Geschäftes mittels Kündigung der abgeschlosse­nen Verträge herbeizuführen. Sie Ist auch erforderlich, da aufgrund Ihres bisherigen Verhaltens nicht mehr zu erwarten Ist, dass Sie ohne Erlass einer förmlichen Abwicklungsanordnung gemäß § 81f Abs. 1 Satz 1 KWG mit Zwangsgeldandrohung die erforderlichen Kündigun­gen der Versicherungsverträge unverzüglich vornehmen."

Wie erhalten Sie Ihr Geld von AstraDirect zurück? 

Mit einer freiwilligen Rückzahlung ist nach den uns vorliegenden Informationen wohl nicht zu rechnen. Deshalb sollten Sie schnell aktiv werden und die AstraDirect Leasing & Service GmbH zur Rückzahlung auffordern. 

Hierfür können Sie unser Musterschreiben an die AstraDirect Leasing & Service GmbH verwenden. Ergänzen Sie in den vorgesehenen Feldern Ihre persönlichen Daten, unterschreiben und senden Sie es an die AstraDirect Leasing & Service GmbH ("AstraDirect"). Wir empfehlen die Übersendung vorab per Telefax (Sendebericht ausdrucken und aufheben!) oder per Einwurf-Einschreiben. So können Sie den Zugang des Schreibens nachweisen, falls AstraDirect nicht innerhalb der Frist zurückzahlt.

Wenn keine Zahlung innerhalb der von Ihnen gesetzten Frist erfolgt, steht Ihnen als Verbraucher eine weitere Schadenpauschale in Höhe von EUR 40,00 zu (§ 288 Abs. 5 BGB), so dass Ihnen die AstraDirect nach Ablauf der Zahlungsfrist diesen Betrag zusätzlich zur Gebühr für den "Schutzbrief" zu erstatten hat. 

Bei der gerichtlichen Durchsetzung der Rückzahlungs- und Schadenersatzansprüche können Sie sich selbstverständlich auch anwaltlicher Hilfe bedienen. Geeignete Rechtsanwälte in Ihrer Nähe finden Sie auch über die Anwaltssuche der Bundesrechtsanwaltskammer.

 

Kommentar von pete |

Doof nur, dass seinerzeit die option im onlineformular per default auf ein Entgelt eingestellt wurde und astra das sehr gekonnt aus dem formular durch viel anderen kram quasi verdecken konnte und man erst hinterher, auch nach verstreichen der fernabsatz frist, dieses dieses durch die Rechnung und der sofortigen Abbuchung nicht nehr ändern konnte. O'ton... war doch nucht zu übersehen..

Wer solche mittel nutzt... braucht such nicht wundern, wenn die Schließfächer zukünftig leer bleiben.

Kommentar von Ralf |

Bei mir hat das der Vertrag bei Nr 8. so ausgesehen. Ist das der Schutzbrief von Astra Direkt um den es geht?

Anstelle einer Kautionszahlung kann der Mieter durch eine einmalige Zahlung in Höhe von 25 € durch Schutzbrief den Fachinhalt bis zu einem Wert in Höhe von 500 € gegen Einbruchdiebstahl oder Vandalismus schützen. Ausgenommen hiervon ist Bargeld. Schäden durch Einbruchdiebstahl sind unverzüglich bei der Polizei anzuzeigen. Die Laufzeit des Schutzbriefes richtet sich nach Beginn und Ende des Schließfach-Vertrages.
x Schutzbrief wählen x Kautionszahlung wählen

Kann ich das Geld zurückbekommen?

Kommentar von Peter Hense |

Sehr geehrter Kommentator "Ralf",

auf Basis der von Ihnen übermittelten Informationen kann ich bestätigen, dass dem Unternehmen Astra Direkt Leasing & Service GmbH das Anbieten von Versicherungen unter der Bezeichnung „Schutzbrief“ von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht untersagt wurde.
Dieser „Schutzbrief“ ist ein illegales Versicherungsprodukt und darf nicht mehr angeboten werden. Alle diesbezüglich abgeschlossenen Verträge sind unwirksam und die von AstraDirect zu Unrecht vereinnahmten Beträge müssen zurückgezahlt werden.
Sie können die für den Schutzbrief gezahlte Gebühr in Höhe von 25,00 Euro somit von AstraDirect zurückverlangen.
Nutzen Sie dafür am Besten unser Musterschreiben, das Sie hier herunterladen können.

Bitte beachten Sie, dass die „AstraDirekt Leasing & Service GmbH“ mittlerweile umfirmiert hat und nunmehr „AstraDirect Leasing&Service GmbH“ heißt.

Außerdem haben Sie die Möglichkeit, Strafanzeige zu erstatten und Strafantrag zu stellen wegen des unerlaubten Betreibens von Versicherungsgeschäften.

Kommentar von mario |

Überraschung! Astra Direkt hat mir die 25€ zurück überwiesen! Auf drei Emails hatten sie gar nicht reagiert; das Schreiben (vorab von zwei verschiedenen Nummern gefaxt, dann mit beiden Sendebestätigungen in den Briefumschlag gesteckt) mit der Aufforderung zur Zahlung unter Ankündigung des Rechtswegs hat dann - zwar nicht ganz fristgerecht, aber immerhin - gefruchtet!
Viel Erfolg und Durchhaltevermögen!

mario

Kommentar von Peter Hense |

Herzlichen Glückwunsch. Wir haben derzeit eine Vielzahl von Anfragen vorliegen, weil AstraDirect den berechtigten Forderungen nicht nachkommt und eine Auszahlung entweder verzögert oder verweigert. Wir raten Ihnen dazu, nach Ablauf der gesetzten Frist oder dem endgültigen Reißen Ihres Geduldsfadens unverzüglich einen Rechtsanwalt in Ihrer Nähe aufzusuchen und Ihr gutes Recht durchzusetzen.
Viel Erfolg!

Kommentar von Juliane |

Habe das Musterschreiben Ende Oktober per E-Mail vorab und dann per Einschreiben verschickt. Keine Reaktion von Seiten Astradirekt. Was soll ich tun?

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