• Deutsch
  • Aktuelles
  • E-Mail-Betrüger nehmen Partnerhotels von Booking.com ins Visier

E-Mail-Betrüger nehmen Partnerhotels von Booking.com ins Visier

Detailansicht Kreditkarte
Vorsicht bei Mails mit Zahlungsaufforderungen | © stockxpert.com

Provisionszahlungen der Unterkünfte an das Portal sollen abgefangen werden

Laut den Nachrichtenplattformen Tnooz sowie TurizmGuncel.com kursieren seit mindestens 10 Tagen professionelle Phishing-Mails in verschiedenen Landessprachen, die sich an bei Booking.com registrierte Hotels in Europa richten.

Die Phishing-Website und die versandten Nachrichten sähen früheren Mitteilungen von Booking.com in der Aufmachung sehr ähnlich, allein die Absenderadresse sei mit einem Firmenzusatz (invoice@booking-ltd.com) leicht abgeändert und könne daher Verdacht hervorrufen. Inhalt der Scam-Mails sei ein Hinweis, das automatisierte System, über das Booking.com die monatlichen Gebühren der Unterkünfte einzieht, sei defekt und die Häuser sollten ausnahmsweise eine manuelle Überweisung vornehmen. Zum nächsten Zahltermin werde das System wieder ordnungsgemäß funktionieren. Während in früheren Nachrichten ein polnisches Konto genannt wurde, sollen die Hoteliers ihre Gebühren aktuell auf ein Konto im Vereinigten Königreich überweisen. Rückfragen seien an ein „Credit Control Department“ zu richten, das unter + 44 0 20 3239 7147 zu erreichen sei.

Booking.com wurde Anfang der Woche auf das Problem aufmerksam, als ein Hotel, das die Zahlung geleistet hatte, Verdacht schöpfte. Bei Booking.com habe man spezielle Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Sicherheitsteams sollen Angriffe aufdecken und die betroffenen Partner informieren. Man setze alles daran, gegen die gefälschte Website, die Absender-E-Mail-Adresse und das Betrügerkonto vorzugehen.

Der von Tnooz gestellten Frage nach finanzieller Entschädigung für die betroffenen Häuser wich die Buchungsplattform aus. Auf den Vorwurf, warum man die Hotels nicht früher über die neue Betrugsmasche informiert hätte, hieß es, die Vorfälle würden nur begrenzt auftreten und daher auf Einzelfallbasis bearbeitet werden.

Bereits im November 2014 fiel Booking.com einem Scam zum Opfer. Damals wurden rund 10.000 Kunden auf Phishing-Websites gelockt, um ihre Daten abzufangen. Hotels kann nur geraten werden, E-Mails mit derartigen Aufforderungen kritisch zu hinterfragen und bei Zweifeln sofort Booking.com zu kontaktieren.

Rechtsanwältin Katja Rengers von Spirit Legal LLP ist Expertin für Datenschutz und Datensicherheit in Hotels. Sie meint, es räche sich, dass booking.com und andere OTAs in der Vergangenheit mit Zahlungsinformationen von Kunden mitunter nachlässig umgegangen seien und industrielle Standards wie den PCI-DSS (Payment Card Industry Data Security Standard) selten die gebotene Aufmerksamkeit widmeten. Hotels und Kunden hätten sich daran gewöhnt, dass bestimmte OTAs Zahlungsinformationen per unverschlüsselter E-Mail oder Fax übermitteln. Dieses Laisser-faire mache es schwer, bei den betroffenen Hotels und Mitarbeitern ein Bewusstsein für Datensicherheit und die Gefahren durch geschicktes Phishing und Social Engineering aufzubauen.

Einen Kommentar schreiben

Tags

Hotelsterne Schadensersatz Datenschutzerklärung Meinung Authentifizierung EU-Kommission Asien Stellenangebot Kundendaten Reisen Hackerangriff Produktempfehlungen Europawahl Influencer Dynamic Keyword Insertion Beschäftigtendatenschutz Team Spirit Single Sign-On Abwerbeverbot targeting total buy out FTC Kosmetik besondere Darstellung nutzungsrechte Internet of Things Reiserecht wallart E-Mail-Marketing Datensicherheit Algorithmus Transparenz Online Shopping unternehmensrecht ecommerce Minijob Überwachung technik Rechtsprechung whatsapp Kartellrecht Datenschutzbeauftragter vertrag Verpackungsgesetz § 24 MarkenG CRM A1-Bescheinigung Fotografen Voice Assistant Markensperre Urteil Dark Pattern Preisauszeichnung Crowdfunding Presse Scam Content-Klau Email ePrivacy Blog Löschung Onlineplattform Presserecht Barcamp Arbeitsvertrag markenanmeldung Opentable Unterlassungsansprüche Restaurant Lohnfortzahlung EuGH Class Action geldwäsche urheberrechtsschutz Gaming Disorder fake news Keyword-Advertising NetzDG Ring Panorama Gegendarstellung Verbandsklage Privacy § 5 UWG § 15 MarkenG Hausrecht Extremisten Resort Journalisten Einzelhandel ITB Haftungsrecht #bsen Hacking Telefon Compliance Datenschutzgrundverordnung informationstechnologie Tipppfehlerdomain Medienrecht Linkhaftung Expedia.com Bestandsschutz Kritik ReFa Leaks Bots WLAN Check-in Medienstaatsvertrag Deep Fake GmbH Polen fotos Facebook Kündigung Gesetz Buchungsportal Recht videoüberwachung Prozessrecht Mindestlohn recht am eigenen bild Google AdWords Booking.com Bewertung patent Instagram Konferenz Vertrauen Erbe Exklusivitätsklausel brexit Europa Webdesign bgh britain Filesharing Online-Portale UWG Gastronomie Referendar Reise Personenbezogene Daten data privacy Touristik Rückgaberecht Insolvenz Werbekennzeichnung Datenschutzgesetz § 5 MarkenG verlinkung technology TikTok Beacons Messe events Hotelkonzept Website Ferienwohnung Panoramafreiheit handelsrecht verlinken Machine Learning Türkisch Foto Home-Office Spirit Legal JointControl E-Mobilität drohnen §75f HGB Google Algorithmen Suchalgorithmus schule Wettbewerbsverbot Gäste Haftung Datenpanne Medienprivileg ransomware Rechtsanwaltsfachangestellte Nutzungsrecht Abmahnung New Work Impressumspflicht Facial Recognition Bildrechte Radikalisierung PSD2 E-Mail Anmeldung Leipzig Sampling Vertragsrecht Flugzeug CNIL Pressekodex Kreditkarten kinderfotos

Die Rechtsanwaltssozietät Spirit Legal berät in- und ausländische Unternehmen mit internationaler Ausrichtung. Unser fachlicher Beratungsschwerpunkt liegt in den Bereichen E-Commerce, Gesellschafts-, Wettbewerbs-, Marken-, IT- und Datenschutzrecht. Dank unserer Branchenerfahrung sind wir in rechtlichen Fragen der spezialisierte Ansprechpartner für Start-ups, Reiseunternehmen und die Hotellerie.

© Spirit Legal 2013 - 2022, alle Rechte vorbehalten

Förderung von Fachanwaltskursen & anwaltlichen Fortbildungen durch SAB Sachsen: