Erhöhung des Mindestlohns ab 01.01.2017 – Arbeitsverträge jetzt anpassen!

Update 17.12.2019: Es gibt einen aktualisierten Beitrag zur neuen Mindestlohnregelung 2020.

Bereits während Einführung des Mindestlohns Anfang 2015 stand fest, dass die Höhe regelmäßig geprüft wird und mit Anpassungen des Mindestlohns zu rechnen ist. Und nun ist es so weit: Seit dem 01.01.2017 gilt der gesetzliche Mindestlohn von 8,85 Euro. Dieser Betrag beschreibt das Arbeitnehmer-Brutto für jede geleistete Arbeitsstunde, das heißt, die Brutto-Belastung für den Arbeitgeber liegt darüber.

Inhaltsverzeichnis

Anpassung des Mindestlohns in 2017: Was müssen Arbeitgeber jetzt tun?

Sie sollten prüfen, ob die Arbeitsverträge in Ihrem Unternehmen angepasst werden müssen. Ist ein festes Monats- oder Jahresgehalt vereinbart, so sollten Sie ausrechnen, ob der durchschnittliche Stundenlohn mindestens 8,84 Euro beträgt.

Wie rechne ich den Stundenlohn aus?

Beispiel:              Mit dem Arbeitnehmer wurde 40h / Woche zu einem Festgehalt von 1.500,00 Euro brutto vereinbart. Wie hoch ist der Stundenlohn?

Berechnung: Ein Kalendermonat hat 4,333 Wochen.

                               4,333 Wochen * 40h = 173,32h / Monat; aufgerundet: 174 h/Monat

                               174h * 8,84 Euro = 1.538,16 Euro

Das vereinbarte Festgehalt liegt unter dem gesetzlichen Mindestlohn, sodass der Arbeitsvertrag anzupassen ist.

Mindestlohn 2017: Anpassung des Arbeitsvertrags erforderlich

Anpassung des gesetzlichen Mindestlohns ab 2017.
Anpassung des Mindestlohns ab 2017: Arbeitgeber sollten nun Arbeitsverträge überprüfen und gegebenenfalls anpassen.

Um den neuen Mindestlohn in den Arbeitsvertrag aufzunehmen, schließen Sie mit dem Arbeitnehmer einen Nachtrag zum Arbeitsvertrag. Gern können Sie das unten zum Download bereitgestellte Muster verwenden.

Mindestlohn bei Minijobs

Haben Sie mit dem Arbeitnehmer einen 450-Euro-Minijob vereinbart, so besteht die Gefahr, dass bei gleichbleibender Stundenanzahl die Verdienstgrenze überschritten wird. Konnten bis zum 31.12.2016 noch 52,9 h bis zum Erreichen der 450-Euro-Grenze gearbeitet werden, so sind ab dem 01.01.2017 nur noch 50,9 h zulässig. Auch hier sollten Sie bestehende Arbeitsverträge dringend anpassen. Ansonsten laufen Sie Gefahr, dass die Vergütung der vollen Sozialversicherungspflicht unterliegt. In diesem Fall ist mit erheblichen Nachzahlungen zu rechnen, die unter Umständen allein vom Arbeitgeber zu tragen sind.

Soll die Arbeitszeit jedoch nicht reduziert werden, so haben Sie die Möglichkeit, den Mini-Job in einen Midi-Job umzuwandeln. Dabei ist eine monatliche Vergütung von bis zum 850 Euro möglich, allerdings muss der Arbeitnehmer dann Beiträge zur Sozialversicherung leisten und es fällt Lohnsteuer an.

Noch keine Vereinbarung getroffen? Die Nachträge zum Arbeitsvertrag können auch rückwirkend geschlossen werden.

Einen Kommentar schreiben

Tags

Online Marketing Bundeskartellamt Bildrecherche Gesetz ransomware verbraucherstreitbeilegungsgesetz Team Customer Service Niederlassungsfreiheit markenanmeldung Online privacy shield PSD2 Gesundheit datenverlust Kekse Data Breach Xing Direktmarketing Reiserecht Blog Journalisten E-Mail Hackerangriff Interview Internetrecht transparenzregister Türkisch Nutzungsrecht Datenpanne patent zugangsvereitelung Social Media arbeitnehmer ecommerce ISPs Europawahl Unlauterer Wettbewerb Hack Phishing Schleichwerbung Unterlassung § 24 MarkenG Online-Portale OTMR drohnengesetz Kreditkarten 2014 Trademark Alexa Influencer Unternehmensgründung Meinungsfreiheit Sponsoren Consent Management Medienprivileg Dokumentationspflicht Boehmermann Booking.com vertrag Vergleichsportale gdpr Kunsturhebergesetz LMIV Mitarbeiterfotografie Corporate Housekeeping Insolvenz Autocomplete EU-Kommission CRM Hotel Tracking Leaks Google Schadensfall Überwachung Distribution Recap Lizenzrecht Instagram Hotelkonzept Linkhaftung Ratenparität Asien Annual Return Wettbewerbsbeschränkung Newsletter JointControl NetzDG Presse #bsen E-Mail-Marketing Data Protection Datenportabilität Datenschutz recht am eigenen bild copter Chat informationspflichten Geschäftsgeheimnis GmbH Resort München custom audience Big Data § 5 UWG Single Sign-On Technologie Home-Office Registered E-Commerce Textilien total buy out Crowdfunding Meinung right of publicity Exklusivitätsklausel Notice & Take Down Tipppfehlerdomain Hotels Aufsichtsbehörden Panoramafreiheit verlinken Sperrwirkung drohnen Produktempfehlungen Machine Learning A1-Bescheinigung Minijob Beleidigung Fotografen Gegendarstellung Impressum Job Creative Commons EC-Karten Wettbewerbsrecht Urheberrechtsreform HipHop KUG Datenschutzgesetz Doxing Kennzeichnung Custom Audiences Einwilligungsgestaltung Pseudonomisierung Class Action informationstechnologie Datenschutzbeauftragter Rechtsanwaltsfachangestellte Kennzeichnungskraft FTC Einzelhandel § 5 MarkenG SSO zahlungsdienst Schadenersatz Hotellerie OLG Köln Einstellungsverbot Messe Arbeitsrecht Erdogan 5 UWG Marke wetteronline.de Zahlungsdaten Urheberrecht Bundesmeldegesetz Handelsregister Conversion Plattformregulierung Sponsoring Stellenausschreibung Hacking PPC information technology LikeButton Löschungsanspruch Internet Datenschutzgrundverordnung html5 Cyber Security fake news Expedia.com handelsrecht Domainrecht jahresabschluss messenger Auftragsverarbeitung Auslandszustellung Online-Bewertungen Unionsmarke Social Engineering Kinderrechte Onlineshop IT-Sicherheit Geschäftsführer Bußgeld Weihnachten

Die Rechtsanwaltssozietät Spirit Legal berät in- und ausländische Unternehmen mit internationaler Ausrichtung. Unser fachlicher Beratungsschwerpunkt liegt in den Bereichen E-Commerce, Gesellschafts-, Wettbewerbs-, Marken-, IT- und Datenschutzrecht. Dank unserer Branchenerfahrung sind wir in rechtlichen Fragen der spezialisierte Ansprechpartner für Start-ups, Reiseunternehmen und die Hotellerie.

© Spirit Legal 2013 - 2022, alle Rechte vorbehalten

Förderung von Fachanwaltskursen & anwaltlichen Fortbildungen durch SAB Sachsen: