Erhöhung des Mindestlohns ab 01.01.2017 – Arbeitsverträge jetzt anpassen!

Bereits während Einführung des Mindestlohns Anfang 2015 stand fest, dass die Höhe regelmäßig geprüft wird und mit Anpassungen des Mindestlohns zu rechnen ist. Und nun ist es so weit: Seit dem 01.01.2017 gilt der gesetzliche Mindestlohn von 8,85 Euro. Dieser Betrag beschreibt das Arbeitnehmer-Brutto für jede geleistete Arbeitsstunde, das heißt, die Brutto-Belastung für den Arbeitgeber liegt darüber.

Inhaltsverzeichnis

Anpassung des Mindestlohns in 2017: Was müssen Arbeitgeber jetzt tun?

Sie sollten prüfen, ob die Arbeitsverträge in Ihrem Unternehmen angepasst werden müssen. Ist ein festes Monats- oder Jahresgehalt vereinbart, so sollten Sie ausrechnen, ob der durchschnittliche Stundenlohn mindestens 8,84 Euro beträgt.

Wie rechne ich den Stundenlohn aus?

Beispiel:              Mit dem Arbeitnehmer wurde 40h / Woche zu einem Festgehalt von 1.500,00 Euro brutto vereinbart. Wie hoch ist der Stundenlohn?

Berechnung: Ein Kalendermonat hat 4,333 Wochen.

                               4,333 Wochen * 40h = 173,32h / Monat; aufgerundet: 174 h/Monat

                               174h * 8,84 Euro = 1.538,16 Euro

Das vereinbarte Festgehalt liegt unter dem gesetzlichen Mindestlohn, sodass der Arbeitsvertrag anzupassen ist.

Mindestlohn 2017: Anpassung des Arbeitsvertrags erforderlich

Anpassung des gesetzlichen Mindestlohns ab 2017.
Anpassung des Mindestlohns ab 2017: Arbeitgeber sollten nun Arbeitsverträge überprüfen und gegebenenfalls anpassen.

Um den neuen Mindestlohn in den Arbeitsvertrag aufzunehmen, schließen Sie mit dem Arbeitnehmer einen Nachtrag zum Arbeitsvertrag. Gern können Sie das unten zum Download bereitgestellte Muster verwenden.

Mindestlohn bei Minijobs

Haben Sie mit dem Arbeitnehmer einen 450-Euro-Minijob vereinbart, so besteht die Gefahr, dass bei gleichbleibender Stundenanzahl die Verdienstgrenze überschritten wird. Konnten bis zum 31.12.2016 noch 52,9 h bis zum Erreichen der 450-Euro-Grenze gearbeitet werden, so sind ab dem 01.01.2017 nur noch 50,9 h zulässig. Auch hier sollten Sie bestehende Arbeitsverträge dringend anpassen. Ansonsten laufen Sie Gefahr, dass die Vergütung der vollen Sozialversicherungspflicht unterliegt. In diesem Fall ist mit erheblichen Nachzahlungen zu rechnen, die unter Umständen allein vom Arbeitgeber zu tragen sind.

Soll die Arbeitszeit jedoch nicht reduziert werden, so haben Sie die Möglichkeit, den Mini-Job in einen Midi-Job umzuwandeln. Dabei ist eine monatliche Vergütung von bis zum 850 Euro möglich, allerdings muss der Arbeitnehmer dann Beiträge zur Sozialversicherung leisten und es fällt Lohnsteuer an.

Noch keine Vereinbarung getroffen? Die Nachträge zum Arbeitsvertrag können auch rückwirkend geschlossen werden.

Einen Kommentar schreiben

Tags

Human Resource Management Geschäftsführer DSGVO Zustellbevollmächtigter Bestpreisklausel Art. 13 GMV Privacy Gastronomie EC-Karten Textilien Abmahnung Internet of Things Hotelsterne zugangsvereitelung copter Europarecht Störerhaftung Interview Ofcom Touristik Kapitalmarkt NetzDG britain Evil Legal Wettbewerbsbeschränkung Sitzverlegung Datengeheimnis Haftung LG Hamburg Adwords ISPs Entschädigung Dynamic Keyword Insertion selbstanlageverfahren ePrivacy 2014 total buy out Erschöpfungsgrundsatz online werbung Konferenz hate speech Suchalgorithmus transparenzregister whatsapp Tipppfehlerdomain Wettbewerb Meinungsfreiheit Dokumentationspflicht gesellschaftsrecht Ratenparität Schadenersatz USPTO Social Networks Suchfunktion Online-Portale IT-Sicherheit Finanzierung ReFa Flugzeug EuGH unternehmensrecht Bußgeld Auftragsdatenverarbeitung c/o Vergleichsportale Hotelvermittler Limited FTC #bsen information technology Data Breach Geschäftsanschrift Tracking vertrag Prozessrecht veröffentlichung Meinung verbraucherstreitbeilegungsgesetz Class Action Kosmetik WLAN Gesetz Erbe technology Kartellrecht Leipzig Restaurant Lebensmittel Urheberrecht Corporate Housekeeping AGB Berlin Google AdWords Scam Datenschutz handel Hotelkonzept Website kündigungsschutz Panoramafreiheit Heilkunde Trademark E-Mail Erdogan Datenschutzgrundverordnung AstraDirekt Schleichwerbung ransomware Hausrecht § 4 UWG Suchmaschinen Selbstverständlichkeiten geldwäsche Informationsfreiheit Online-Bewertungen Conversion Panorama Niederlassungsfreiheit Werbung Medienrecht Neujahr Bundesmeldegesetz Urteile Midijob data technik messenger Vertragsgestaltung Markensperre UWG custom audience Werktitel Xing Vertragsrecht Check-in Vergütung Cyber Security jahresabschluss ITB Hinweispflichten Kennzeichnung Fotografen Diskriminierung schule entgeltgleichheit markenanmeldung verlinkung München Creative Commons Crowdfunding Travel Industry Personenbezogene Daten handelsrecht Event Keyword-Advertising AIDA Bundeskartellamt Onlinevertrieb Irreführung Datenpanne Filesharing ADV bgh anwaltsserie Beweislast events Resort Unterlassung Zahlungsdaten Phishing Rabattangaben § 15 MarkenG Kekse gdpr neu Verfügbarkeit Jahresrückblick gender pay gap Booking.com § 5 MarkenG Wettbewerbsverbot drohnen Arbeitsrecht data privacy Reisen Algorithmus Transparenz Messe Opentable Hacking LMIV Gepäck ecommerce Abwerbeverbot USA Distribution #emd15 Kritik fristen Datensicherheit Barcamp

Die Rechtsanwaltssozietät Spirit Legal LLP berät in- und ausländische Unternehmen mit internationaler Ausrichtung. Unser fachlicher Beratungsschwerpunkt liegt in den Bereichen E-Commerce, Gesellschafts-, Wettbewerbs-, Marken-, IT- und Datenschutzrecht. Dank unserer Branchenerfahrung sind wir in rechtlichen Fragen der spezialisierte Ansprechpartner für Start-ups, Reiseunternehmen und die Hotellerie.

© Spirit Legal LLP 2013 - 2018, alle Rechte vorbehalten




Spirit Legal LLP hat 4,64 von 5 Sternen | 73 Bewertungen auf ProvenExpert.com