• Deutsch
  • Aktuelles
  • Verpflichtung der Mitarbeiter auf Datengeheimnis trotz DSGVO

Verpflichtung der Mitarbeiter auf Datengeheimnis trotz DSGVO

Evil Legal zum Nachlesen

Nach § 5 des Bundesdatenschutzgesetzes ist es den mit der Datenverarbeitung beschäftigten Personen untersagt, unbefugt personenbezogene Daten zu erheben, zu verarbeiten oder zu nutzen. Sie müssen also das Datengeheimnis einhalten. In der Vergangenheit waren Sie als Unternehmer auch verpflichtet, Ihre Mitarbeiter auf das Datengeheimnis zu verpflichten. Doch was ändert sich eigentlich jetzt mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)?

Mein Name ist Franziska Weber. Ich bin Rechtsanwältin bei Spirit Legal in den Bereichen Wirtschafts- und Medienrecht. In der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) findet sich nun keine entsprechende Regelung mehr. Man könnte also meinen, dass die Verpflichtung der Mitarbeiter auf das Datengeheimnis oder das Datengeheimnis generell unter der Anwendung der Datenschutzgrundverordnung keine Rolle mehr spielt. Doch das ist nicht der Fall, denn an mehreren Stellen in der Datenschutzgrundverordnung werden auch Begriffe wie "Vertraulichkeit der Daten" erwähnt sowie, dass der Verantwortliche entsprechende Maßnahmen zu treffen hat, dass personenbezogene Daten nur auf Anweisung verarbeitet werden.

Da der Verantwortliche nach der Datenschutzgrundverordnung auch dazu verpflichtet ist, den Nachweis zu erbringen, dass er die Grundsätze der Datenschutzgrundverordnung einhält, ist es also weiterhin zu empfehlen, die Mitarbeiter auf das Datengeheimnis zu verpflichten. Doch wie geht man dabei am besten vor?

Man kann die Verpflichtung in drei Teile gliedern: Zunächst einmal die Verpflichtung der Mitarbeiter zur Einhaltung des Datengeheimnisses und Verpflichtung auf die Vertraulichkeit der Daten. An zweiter Stelle sollte der Mitarbeiter jeweils bestätigen, dass er auf die Vertraulichkeit und deren Einhaltung verpflichtet worden ist. Drittens sollten den Mitarbeitern ein Informationsblatt ausgehändigt werden, das noch mal die Anforderungen und Verpflichtungen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verständlich zusammenfasst. Des Weiteren sind natürlich Anpassungen der bisherigen Verpflichtungserklärung an die neuen gesetzlichen Regelungen vorzunehmen. Zum einen sollte beispielsweise der Titel verallgemeinert werden. Es sollte nicht mehr die Verpflichtungserklärung mit "Verpflichtung der Mitarbeiter auf das Datengeheimnis nach § 5 Bundesdatenschutzgesetz" gewählt werden, da es eben eine der im § 5 des Bundesdatenschutzgesetzes entsprechende Regelung nicht mehr gibt. Als Alternative könnte man als Titel die "Verpflichtung der Mitarbeiter auf Wahrung der Vertraulichkeit der Daten und des Datenschutzes" wählen. Des Weiteren sind natürlich auch die Informationen in dem ausgehändigten Informationsblatt anzupassen. Dies betrifft insbesondere die Folgen für die Mitarbeiter bei Verstößen gegen das Datengeheimnis.

Wenn Sie sich jetzt noch überhaupt nicht mit dem Thema Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) beschäftigt haben, werfen Sie doch einen Blick auf das Video meiner Kollegin Julia.

Einen Kommentar schreiben

Tags

Fotografie Kunsturhebergesetz Webdesign Email § 24 MarkenG Check-in Auftragsdatenverarbeitung OTMR email marketing Doxing Kündigung Hotelsterne Europarecht Medienprivileg PSD2 OLG Köln HSMA Schadensersatz verbraucherstreitbeilegungsgesetz Custom Audiences YouTube Referendar Journalisten Gegendarstellung Wettbewerbsrecht Wahlen Geschäftsgeheimnis TeamSpirit Bundesmeldegesetz Werbekennzeichnung arbeitnehmer Leipzig technik data security §75f HGB Influencer Internet SSO Algorithmus Transparenz Kreditkarten Konferenz Störerhaftung Panorama Handelsregister Rechtsprechung E-Mail-Marketing gender pay gap Bots Wettbewerb Ferienwohnung neu New Work wetteronline.de Analytics gdpr UWG Suchmaschinen Medienstaatsvertrag LMIV Datenschutzerklärung entgeltgleichheit Bestandsschutz Bildung ITB zahlungsdienst Neujahr Beacons Namensrecht AIDA Onlineshop Pseudonomisierung whatsapp #bsen gesellschaftsrecht Rückgaberecht Hotelrecht Machine Learning privacy shield Löschung Persönlichkeitsrecht Unlauterer Wettbewerb ePrivacy Ruby on Rails Verbandsklage Resort Verfügbarkeit Creative Commons Registered § 4 UWG transparenzregister Hotelkonzept Human Resource Management Leaks markenanmeldung Marke E-Mobilität Minijob Arbeitsrecht Kartellrecht IT-Sicherheit Recht CNIL html5 § 5 MarkenG Einverständnis Sperrwirkung Jugendschutzfilter Niederlassungsfreiheit Hinweispflichten Data Breach FTC Google Artificial Intelligence Markensperre Markenrecht Conversion Voice Assistant Limited KUG TikTok Ofcom E-Mail Datenschutzgesetz Microsoft Preisangabenverordnung Irreführung zugangsvereitelung Anonymisierung messenger Hackerangriff Dokumentationspflicht jahresabschluss Event Gesundheit Geschmacksmuster Geschäftsführer Einwilligung kündigungsschutz Gesichtserkennung Markeneintragung Know How Website Twitter Europa Tipppfehlerdomain Einstellungsverbot Datenportabilität britain Werktitel Ratenparität Asien Polen Duldungsvollmacht Trademark Compliance handel urheberrechtsschutz Kinder Abmahnung anwaltsserie NetzDG USA Erdogan Löschungsanspruch fake news Online-Bewertungen selbstanlageverfahren Double-Opt-In hate speech EU-Kommission Preisauszeichnung Xing Keyword-Advertising Beweislast Diskriminierung Kundenbewertungen Alexa Internetrecht Soziale Netzwerke E-Commerce DSGVO Unterlassung berufspflicht Pressekodex Datenschutzbeauftragter Sponsoren Spirit Legal Personenbezogene Daten Dynamic Keyword Insertion 5 UWG USPTO EC-Karten Herkunftsfunktion EU-Kosmetik-Verordnung 3 UWG Meinungsfreiheit Domainrecht ReFa Touristik Autocomplete

Die Rechtsanwaltssozietät Spirit Legal berät in- und ausländische Unternehmen mit internationaler Ausrichtung. Unser fachlicher Beratungsschwerpunkt liegt in den Bereichen E-Commerce, Gesellschafts-, Wettbewerbs-, Marken-, IT- und Datenschutzrecht. Dank unserer Branchenerfahrung sind wir in rechtlichen Fragen der spezialisierte Ansprechpartner für Start-ups, Reiseunternehmen und die Hotellerie.

© Spirit Legal 2013 - 2021, alle Rechte vorbehalten