Evil Legal zum Nachlesen: Der Brexit

Nach dem Brexit-Referendum nach dem Sommer 2016 ließ die britische Regierung die Öffentlichkeit lange im Unklaren darüber, wann und wie der Austritt aus der Europäischen Union vollzogen werden soll. Mittlerweile liegt ein White Paper der britischen Regierung zum Brexit vor und darin deutet alles auf einen harten Brexit hin. Deutsche Unternehmen reagieren auf diese Entwicklungen entsprechend verunsichert, denn sie befürchten den Verlust von Arbeitnehmern, Aufträgen und Exportmöglichkeiten.

Drei Fragen und drei Antworten zum Brexit

Wann wird Großbritannien die EU verlassen?

Ab der offiziellen Austrittsmitteilung an die EU hat das Land noch zwei Jahre Zeit, um mit der EU über die Austrittbedingungen und die künftigen Beziehungen zu verhandeln. Die britische Regierung möchte diese Austrittsmitteilung bis Ende März 2017 einreichen. So ist mit einem Brexit im Jahr 2019 zu rechnen.

Welche Veränderungen kommen auf Unternehmen mit dem Brexit zu?

Die britische Regierung hat im White Paper jetzt einen sehr klaren Kurs vorgegeben. Man möchte sich vom Binnenmarkt verabschieden und hält auch nicht mehr an der Zollunion fest. Das heißt, dass die europäischen Freizügigkeitsregeln im Hinblick auf Großbritannien nicht mehr gelten werden. Stattdessen sollen die künftigen Beziehungen zur EU in einem Freihandelsabkommen geregelt werden. Sollten einzelne Fragen oder Bereiche in diesem Abkommen nicht geregelt sein, dann kommt hier vermutlich das völkerrechtliche Reziprozitätsprinzip zum Tragen. Dieses Prinzip richtet sich – vereinfacht gesagt – nach der Maxime „Wie du mir, so ich dir!“. Ein Beispiel hierfür: Sollte Großbritannien Sonderabgaben für deutsche, italienische oder polnische Arbeitnehmer beschließen, wird die EU entsprechend darauf reagieren und ähnliche Maßnahmen auf den Weg bringen.

Es kommt also einiges auf Unternehmen zu und es ist auch nicht auszuschließen, dass einzelne Sektoren vom Brexit stärker betroffen sein könnten, als andere.

Wie können sich Unternehmen bereits jetzt auf den Brexit vorbereiten?

Handlungsbedarf besteht aktuell in erster Linie für Konzerne und Unternehmen, die einen festen Bezug zu Großbritannien haben, beispielsweise weil sie unter einer britischen Rechtsform wie einer Limited geschäftlich in Europa tätig sind.

Die weiteren Entwicklungen rund um den Brexit sollten aufmerksam verfolgt werden und ab Beginn der Austrittsverhandlungen haben Unternehmen dann zwei Jahre Zeit, um sich auf die künftigen Veränderungen vorzubereiten. Diese Möglichkeit sollte auch unbedingt genutzt werden.

Wenn Sie Unterstützung benötigen, um Ihr Unternehmen auf den Brexit vorzubereiten, dann sprechen Sie uns gerne an!

Einen Kommentar schreiben

Tags

Bildung Datenschutzrecht wetteronline.de Sicherheitslücke Produktempfehlungen informationspflichten Arbeitsvertrag Art. 13 GMV Wettbewerbsrecht patent Filesharing Medienrecht Digitalwirtschaft Plattformregulierung wallart #emd15 Finanzaufsicht Finanzierung privacy shield Distribution technology SSO Wahlen information technology Reiserecht Fotografen Medienstaatsvertrag Onlineshop 2014 LinkedIn Insolvenz Persönlichkeitsrecht vertrag Bewertung EU-Textilkennzeichnungsverordnung Kundenbewertung Mindestlohn Wettbewerb Unionsmarke Linkhaftung Sponsoring Kartellrecht veröffentlichung Technologie Annual Return Social Networks Online Shopping Haftungsrecht Urteile copter Kleinanlegerschutz zahlungsdienst kommunen Vertragsrecht Prozessrecht Phishing Urheberrecht Asien Löschungsanspruch Beacons messenger EuGH § 24 MarkenG Infosec Einwilligung Umtausch neu Panorama Einzelhandel whatsapp Website verlinken Geschäftsführer Hotelsterne Personenbezogene Daten JointControl OLG Köln Chat nutzungsrechte Education Autocomplete right of publicity britain Arbeitsunfall Analytics Apps PPC Job Spielzeug handel handelsrecht Datensicherheit Lohnfortzahlung geldwäsche Big Data Geschäftsanschrift Interview Suchfunktion Bestpreisklausel Reise Lizenzrecht Online-Portale Alexa News targeting Trademark FashionID Journalisten Meinung Verlängerung Gesetz Internet fake news Google AdWords Kennzeichnungskraft Human Resource Management 3 UWG Crowdfunding Stellenausschreibung Künstliche Intelligenz Neujahr Bundesmeldegesetz Internet of Things Kennzeichnung Beleidigung Datengeheimnis #bsen besondere Darstellung custom audience Gesamtpreis Hotellerie Customer Service § 5 UWG Online Barcamp AfD gdpr jahresabschluss Bots Handelsregister technik Stellenangebot Anonymisierung Presserecht fotos Recap Consent Management Onlinevertrieb data privacy LG Köln Limited USPTO Booking.com Amazon Informationspflicht Suchalgorithmus AGB Bildrechte Expedia.com Medienprivileg Erschöpfungsgrundsatz IT-Sicherheit § 15 MarkenG Konferenz Dynamic Keyword Insertion drohnengesetz Hackerangriff Meldepflicht Leaks München Abhören E-Mobilität CNIL Privacy Handynummer Überwachung Herkunftsfunktion Conversion Buchungsportal Team Spirit Kinderrechte Event Zahlungsdaten Markensperre gezielte Behinderung Werbekennzeichnung urheberrechtsschutz Meinungsfreiheit Kreditkarten Pseudonomisierung Informationsfreiheit anwaltsserie Hack Dark Pattern Artificial Intelligence Custom Audiences Online Marketing c/o Hotels Weihnachten

Die Rechtsanwaltssozietät Spirit Legal berät in- und ausländische Unternehmen mit internationaler Ausrichtung. Unser fachlicher Beratungsschwerpunkt liegt in den Bereichen E-Commerce, Gesellschafts-, Wettbewerbs-, Marken-, IT- und Datenschutzrecht. Dank unserer Branchenerfahrung sind wir in rechtlichen Fragen der spezialisierte Ansprechpartner für Start-ups, Reiseunternehmen und die Hotellerie.

© Spirit Legal 2013 - 2020, alle Rechte vorbehalten