Digital DNA #12 Newsletter: Kinderrechte im Netz

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Kinderrechte im Netz

Für Kinder und Jungendliche ist der Umgang mit der eigenen Privat- und Intimsphäre Teil der kognitiven und sozialen Entwicklung. Bis zum Alter von rund zehn Jahren wird der mediale Umgang der Privatsphäre der Kinder von ihren Eltern kontrolliert, spätestens ab diesem Alter experimentieren Kinder und haben Spaß auch an riskanten Erfahrungen, guten wie schlechten, die sie bei Instagram, YouTube, Onlinegames aber auch im Spiel mit smarten Spielzeugen sammeln. Ab dem Alter von 14 Jahren gehen Kinder zunehmend kritisch mit ihrem eigenen Verhalten um und verstehen besser die Auswirkungen einer zu weitgehenden Selbstöffnung.

Diese Evolution des Verhaltens ist natürlich und verständlich, wie der Wunsch danach, dass das soziale Umfeld und die Gesellschaft nachsichtig mit Jugendsünden aller Art umgeht. Das permanente Monitoring von Kindern im Netz und durch Smart Toys führt allerdings zu einer ununterbrochenen Protokollierung angepassten wie devianten Verhaltens und damit zum Entstehen von dauerhaften Persönlichkeitsprofilen bei Medienunternehmen, Werbetreibenden und Datenhändlern wie Google und Facebook, die für ein ganzes Leben bestand haben und die wiederum automatisierten Entscheidungssystemen als Basis für Kreditscoring oder Leistungsbeurteilungen dienen können.

Als Gesellschaft muss man sich fragen, ob der gesetzliche Schutz von Kindern tatsächlich ernst genug genommen wird oder ob es nicht doch schärferer Regeln bedarf. Das "California Eraser Button Law" von 2013 (S.B 568) ist ein gutes Beispiel, wonach junge Menschen in Kalifornien mit Erreichen der Volljährigkeit von Unternehmen die Löschung der bis dahin über Sie erfassten personenbezogenen Daten gefordert werden kann. Ein solches Recht besteht in Europa trotz der DSGVO bisher nicht.

Peter Hense ist Rechtsanwalt und Partner bei Spirit Legal LLP in Leipzig. Als Experte für IT, Datenschutz, Marken- und Wettbewerbsrecht sowie Travel Industry Law arbeitet er an der Schnittstelle von Wirtschaft und Technologie.

 

Netzpolitik: Kinderfotos im Netz verletzen die Persönlichkeitsrechte der Kinder

Soziale Netzwerke katapultieren eine alte Familienpraxis in neue Dimensionen: Fotos und Videos von Kindern werden über Facebook, Instagram oder Youtube nicht mehr nur mit den Großeltern, sondern mit der ganzen Welt geteilt. Ein aktuelles Forschungsprojekt hat herausgefunden: Den Kindern ist dieses Verhalten bewusst – und es gefällt ihnen oftmals überhaupt nicht. weiter lesen →

FAZ: Wie Eltern ihren Kindern die Privatsphäre rauben

Sucht man bei Instagram nach dem Hashtag „Kids“ werden einem, Stand 28. März, fast 72 Millionen Beiträge angezeigt. Tendenz täglich steigend. Die Profile von Eltern-Bloggern boomen, ihnen folgen Tausende, bei den Spitzenreitern sogar Millionen Menschen, die am Alltag der Familien teilhaben. Mit Babybrei verschmierte Gesichter? Wie süß. Der erste Gang aufs Töpfchen? Was für ein Meilenstein! Dagegen richtet sich die Kampagne "Dein Kind auch nicht" - Kinder sollen ihrer Privatsphäre im Netz nicht beraubt werden. weiter lesen →

Süddeutsche: Facebook bezahlte Teenager dafür, sich überwachen zu lassen

Daten die das Unternehmen mit den von der App geforderten Zugriffsrechten fortlaufend sammeln konnte: private Nachrichten von Social-Media-Apps, Chatverläufe von Messengern inklusive Fotos und Videos, E-Mails, Web-Suchen, Browserläufe und Standortdaten. Für Facebook waren diese Information vermutlich Milliarden wert. Es nutzte die Daten um herauszufinden, wofür sich Menschen interessieren und wie sie kommunizieren. Diese Erkenntnisse halfen Facebook, um langfristige strategische Entscheidungen zu treffen. weiter lesen →

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# Recht · Spirit Legal LLP

Zur Veröffentlichung von Kinderfotos im Netz - Das Veröffentlichen von Fotos des eigenen Kindes durch die Eltern auf offenen oder geschlossenen Social Media Plattformen kann zum Streitfall werden, wenn das Kind minderjährig ist und die Veröffentlichung ohne Zustimmung beider Elternteile geschieht. weiter lesen →

# Technologie · New York Times

Should You Track Your Teen's Location? Location tracking can, without question, damage the connection between parent and teenager. Research shows that adolescents who believe their parents have invaded their privacy go on to have higher levels of conflict at home. weiter lesen →

# Marketing · Squared Online

Mit strukturierten Daten zu besserer Sichtbarkeit - Helfen Sie der Suchmaschine Ihre Website zu verstehen. Tipps wie Sie Rich Snippets, Rich Cards, Featured Snippets und den Google Knowledge Graph bestmöglich für Ihr Business nutzen können. weiter lesen →

# Wissenschaft · The New Yorker

The Day The Dinosaurs Died - Almost no dinosaur remains have been found in the layers three metres below the KT boundary, a depth representing many thousands of years. Consequently, numerous paleontologists have argued that the dinosaurs were on the way to extinction long before the asteroid struck. weiter lesen →

 

Spirit Legal LLP Neuigkeiten

Foto Tophotel

Unser Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht Dr. Jonas Kahl hat im Magazin Tophotel 3/2019 einen Beitrag zur Schutzfähigkeit von Geschäftsideen veröffentlicht. zum Artikel →

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